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Berichte Anlässe 2017

22. Juni 2017 Vereinsreise nach Roggwil und Ittingen

Ein voll besetzter Car mit erwartungsfrohen Frauen machte sich auf den Weg in die Ostschweiz. Ziel war die Bioforce AG in Roggwil TG. Alfred Vogel (1902-1996) war Pionier in Pflanzenheilkunde. Er erkannte früh, dass frische Pflanzen bessere Wirksamkeit haben als getrocknete.

Nach seiner Lebensphilosophie liessen sich die Ausflüglerinnen ein gesundes Frühstück schmecken: ein Vollwertmüesli, Körnerbrot mit Sprossen, verschiedene Elixiere und ein Molkenkonzentrat stärkte für den Tag vor. Die Führung durch den Betrieb machte Eindruck, höchste Qualität garantiert wirksamste Produkte.

1937 zog A. Vogel vom Baselbiet nach Teufen, produzierte Heilmittel und legte einen Kräutergarten an. Bald reichte der Platz nicht mehr und 1963 entstand die Bioforce in Roggwil. Forschungsreisen in alle Kontinente brachte A. Vogel auch nach Amerika.  Der Häuptling Ben Black Elk teilte nicht nur sein Wissen über die besondere Wirkung der Echinacea-Pflanze mit Alfred Vogel. Er schenkte ihm sogar ein Beutelchen mit Samen. Ein Meilenstein! Bis heute stammen die Echinacea-Pflanzen auf den A. Vogel-Feldern, von diesen Sämlingen ab.

Nach dem Referat von Dr. med. S. Bommer „cool durch die Wechseljahre“ wussten die Zuhörerinnen, mit welchen Naturprodukten diese Zeit erträglicher wird: Salbei bei Hitze und Johanniskraut mit Traubensilberkerzen gegen andere typischen Beschwerden.

Nach dem Mittagessen fiel der Rundgang im Garten der Hitze wegen etwas kürzer aus. Dennoch blieb hängen, wozu welches Kraut wächst. Der als Begrüssungsgeschenk abgegebene Fächer war goldrichtig und brachte etwas Kühlung.

Nach der medizinischen Beratung am Morgen erfolgte am Nachmittag jene für das Image. Die Farb- und Stil-Beraterin gab Tipps über Kleidung und Erscheinungsbild. Wer weiss, vielleicht werden die Ratschläge beim Kauf des nächsten Outfits berücksichtigt.

Bald ging die Fahrt weiter via Frauenfeld in die Kartause Ittigen. Die Geschichte diese Kartause Ittingen ist bereits mehr als 850 Jahre alt. Ein strenger Männerorden, in dem Spiritualität und Gebet, Abgeschiedenheit, Schweigsamkeit und Studium den Tagesablauf prägen. Nach der zweiten Säkularisation 1848 wurde auch Ittingen geschlossen und ging in Privatbesitz über. Erst 1977 wurde die Anlage von einer Stiftung übernommen und renovierte die Kartause bis 1983 umfassend. Heute werden u.a. ein Museum, Hotel/Restaurant, Gutbetrieb und Klosterladen beherbergt.

Erst nach dem Rundgang durch den Klosterladen machten sich die Aaretalerinnen voller Eindrücke auf den Heimweg. Herzlichen Dank an Jolanda Glettig, welche diesen erlebnisreichen Tag organisiert hat. Prima gemacht!

Käthi Zeugin